Sommer, Sonne, Strand... und reisen! - Seite 1
Beaches & Outdoor Tour
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Nachdem die Schüler, die von der Nordinsel anreisten, vom Flughafen bzw. Busbahnhof in Nelson abgeholt worden waren, hieß es erst einmal ankommen und durchschnaufen bei einem gemütlichen Barbecue. In entspannter Atmosphäre wurde den Abend über geplaudert und es stellte sich heraus, dass die Mädchen mit Tokio und Berlin als Heimatstädten richtige Großstadtkinder waren. Vielleicht war dieser Kontrast zur Heimat noch ein weiterer Grund, sich auf das Abenteuer und die Naturerfahrungen im Abel Tasman National Park und in der Golden Bay zu freuen.
Am nächsten Tag stand dann die Abreise Richtung Nationalpark auf dem Programm. Die Fahrt führte die Gruppe zunächst nach Marahau, das auch als Tor zum Abel Tasman Nationalpark bekannt ist. Der Abel Tasman Nationalpark ist der kleinste, aber gleichzeitig auch einer der am stärksten frequentierten Nationalparks Neuseelands.
Schon bei den ersten Versuchen, die Kayaks ins Wasser zu bekommen, ohne selbst im Meer zu landen, zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite. Auf der Überfahrt sind das Rauschen des Meeres und das Zirpen der Grillen im Wald an der Küste die einzigen Geräusche, die die Paddler begleiten. Der Kayakguide zeigte die verschiedenen, nur per Boot oder Wanderungen erreichbaren, Strände des Abel Tasman sowie die Nistplätze seltener Vögel auf dem Weg. Natur pur! Zur Mittagszeit erreichten wir dann Watering Cove. Nachdem die Kräfte mit einem üppigen Lunch wieder aufgeladen wurden, ging es zu Fuß weiter zum Tagesziel, der Anchorage Bay, eine fantastische Bucht! Den Nachmittag über wurde am Strand relaxt, bevor das Quartier für die Nacht bezogen wurde. Und dafür hieß es wieder an Bord kommen, denn für diese Übernachtung sah der Reiseplan etwas ganz besonderes vor: eine Art Hausboot für Reisende. Sprünge vom Dach des Bootes in das türkise Wasser, ein Dinnerbuffet mit Grill an Deck und ein abendlicher Besuch der Glühwürmchenhöhlen am Strand waren einige der Punkte, die den Ausflug unvergesslich machen.
Nach einer Nacht auf zum Glück sehr ruhiger See erwartete uns am nächsten Morgen am Strand das Wassertaxi nach Totaranui. Auf unserer rasanten Überfahrt legte der Skipper diverse Stopps ein. Neben der beeindruckenden Kulisse wussten vor allem die Tiere auf dem Weg zu begeistern: Die Seehundekolonie auf einer der Küste vorgelagerten Insel war zwar noch relativ verschlafen, beherbergte dafür aber auch einige Jungtiere. Den Favorit der meisten Passagiere stellte jedoch ein relativ kleiner Zeitgenosse dar, der auf dem Meer einsam seine Runden drehte. Der Koroa, auch als kleiner blauer Pinguin bekannt, ist mit einer Größe von ca. 40 cm einer der kleinsten Pinguine der Welt.
Von Totaranui ging es dann per Bus in die Golden Bay nach Takaka und mit dem Auto weiter ans obere Ende der langgezogenen Bucht, nach Puponga. Die Wattwanderung am Abend wurde von einem leuchtenden Sonnenuntergang am Horizont begleitet und stellte sich als recht ausgiebig heraus, da der Grund sehr langsam abfällt und das Meer sich weit zurückzieht.
Als weiteres Highlight stand am vorletzten Tag der Tour die Erkundung des Farewell Spits auf dem Programm. Der Spit ist eine kilometerlange, vor allem aus Sanddünen bestehende Landzunge, die diverse seltene Meerestiere und Vögel beheimatet und die Golden Bay nach Norden abschirmt und begrenzt. Sie kann nur mit professionellen Guides und Offroad-Bussen besucht werden, da hier häufig heftige Winde wehen und sich der Sand auf den kilometerlangen Traumstränden stellenweise als Treibsand herausstellen kann.
Die Rückfahrt nach Nelson am letzten Reisetag führte über die "Marble Mountains" bei Takaka. Vom Gipfel dieser steil ins Meer abfallenden Hügel bot sich noch einmal ein atemberaubendes Panorama des Abel Tasman Nationalparks und seiner Küstenlinie.
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