Auf unserem Blog berichten Study Nelson-Teilnehmer/innen von ihren persönlichen Erfahrungen mit der Gastfamilie, im College, in ihrer Freizeit und was sie außerdem vom Kiwi Lifestyle mitbekommen.
Als neue Blogschreiberin möchten wir Lena Schönfelder willkommen heißen und gratulieren ihr herzlich zum Study Nelson-Stipendium! Die Schülerin aus Frankfurt verbringt von Januar bis Juli 2012 zwei Schulterms in Nelson und erzählt euch im Blog, wie es ihr gefällt. Wir freuen uns riesig, das Teilstipendium an Lena zu vergeben und sind gespannt auf ihre Blogbeiträge.
16.02.: Die ersten Tage in der Schule
Am Dienstag hatte ich meinen ersten Schultag und ich muss zugeben, ich war tierisch aufgeregt. Direkt auf dem Schulweg ist mir aufgefallen, wie praktisch eine Schuluniform doch ist. Erstens, weil ich dann schon auf meinem Schulweg Schüler von meinem College erkenne und ich war total froh, dass ich gleich ein Mädchen angesprochen habe und dann mit ihr zur Schule gelaufen bin. Wir sind jetzt richtig gut befreundet und treffen uns jeden Morgen. :) So, don't be shy! Zweitens, weil ich noch nie so schnell fertig war am Morgen, da ich mir das Klamottenaussuchen sparen konnte.
Die ersten zwei Tage in der Schule hatten wir nur International Meeting. Es war total spannend, die anderen internationalen Schüler kennen zu lernen. Wir wurden mit Informationen zugestopft und es war echt schwierig, sich das alles zu merken.
Ich war auch sehr beeindruckt, wie viel Mühe sich die Mitarbeiter des International Teams geben, dass wir uns schnell am College zurecht finden. Meine Schule ist wirklich riesig. Das ist auf keinen Fall vergleichbar zu deutschen Schulen. Besonders der Schulhof ist bestimmt 15 Mal größer und generell sind die Klassenräume viel besser ausgestattet. Ich verlaufe mich immer noch ab und zu, aber ich frage mich einfach immer durch und die Neuseeländer sind sehr hilfsbereit und bringen dich sogar oftmals zu deinem Raum. Ich saß ein paar Mal schon in dem falschen Raum, aber das ist echt überhaupt kein Problem.
Die Lehrer sind sehr verständnisvoll und unterstützen dich, wenn du ihre Hilfe braucht. Ich war überglücklich, weil das mit meinen Fächern genau so geklappt hat, wie ich es mir gewünscht habe. Natürlich ist es am Anfang schwer die Fachbegriffe zu verstehen. Ich merke es vor allem in Physik und Economics, aber es wird von Tag zu Tag besser und man kommt echt sehr schnell rein, was ich nicht erwartet hatte.
Ich persönlich finde es sehr wichtig, dass man auf die Klassenmitglieder zugeht und sich zu jemandem setzt, denn so lernt man die Kiwis schneller kennen.
Beste Grüße Lena
11.01.: Zwei Wochen bevor es losgeht
Jetzt heißt es langsam Abschied nehmen, denn bald ist es endlich so weit. Ich fliege nach Neuseeland! Ehrlich gesagt kann ich es überhaupt nicht fassen. Ich freue mich riesig auf meine Gastfamilie um sie endlich persönlich kennen zu lernen. Im Moment skype ich fast jeden Tag mit meinem Gastbruder und ich bin schon traurig, wenn ich daran denke, dass das die nächsten zwei Wochen wegen der Schule und der Zeitverschiebung leider nicht mehr möglich ist. Ich bin mir sicher, dass ich eine unvergessliche Zeit mit ihnen haben werde.
Zur Zeit bin ich noch ziemlich optimistisch, was das Freunde finden und das Eingewöhnen in die neue Umgebung und die Familie angeht. Wenn ich mir allerdings vorstelle, dass ich schon so bald im Flugzeug sitze und mir bewusst wird, dass es jetzt losgeht, habe ich bestimmt ein paar Zweifel, ob es so leicht wird.
Vor allem kann ich es kaum erwarten, das andere Ende der Welt zu entdecken, die traumhafte Landschaft und die Leute kennen zu lernen.
Mit meinen besten Freunden treffe ich mich nochmal kurz bevor ich fliege und wir feiern ein bisschen Abschied, ganz gemütlich also und mit meiner Familie gehe ich essen.
Am Anfang hatte ich Bedenken, ob ich den langen Flug gut überstehe, aber nachdem ich mit den Leuten, die mit mir fliegen, Kontakt aufgenommen habe, bin ich mir sicher, dass es ganz lustig wird und wir die Zeit gut herumbekommen werden. Die zwei Wochen nutze ich jetzt auch noch ausgiebig, weil mir dann doch noch ziemlich viel einfällt, was ich alles noch so brauche ;)
Viele Grüße Lena